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KOŽLJAK

 Am westlichen Bergabhang des Massives Ucka, gegenüber den niedrigsten Gebirgspass, durch welchen während römischen Zeiten und im Mittelalter fuhr der Weg nach liburnische Küste, ragt eine steile, isolierte Erhebung. Im Mittelalter wurde auf dieser Erhebung ein Kastell errichtet, erwähnt schon am Anfang 12. Jahrhundert unten kroatischen Namen Iosilach oder Gosilach.

In lateinischen Niederschriften aus dem 13. Jh. tragen die kozljaksche Herren das Epitheton de Coslaco und in Istrien hat die glagolitische Schrift der phonetische Form seiner mittelalterlichen Benennung Kozlak aufbewahrt. So benennen ihm auch die bewahrte Dokumente aus dem 15. Jh., welche die Kanzler der kozljaksche Herren Mojsjevic aus Senj mit glagolitischer Schrift geschrieben haben. Gleichzeitig mit kroatischen Namen kommt ab der Mitte 13. Jh. auch die deutsche Benennung Wachsenstein. Das Kastell, heute nur noch Trümmer am Plateau dieser lebendigen Felsen, ist der letzte in der Kette von festgestellten Feudalresidenzen, die sich von Triester Kras bis zum westlichen Rand der Berglehnen von Cicarija und Ucka erstrecken.

Unter dem alten Kastell entwickelte sich im Laufe der Zeit das neue Kozljak, der Ort welcher mit der Namen auch die Tradition, die Geschichte und die Vergangenheit ehemaliger Stadt-Festigung übernahm.

An ehemaliges Religionsleben dieser Region errinern die Überreste romanischer Pfarrkirche der Hl. Hadrian. Die Kirche des Hl. Kreuz befindet sich unter dem Kastell in Kozljak, neben der Eisenbahnstrecke Lupoglav-Štalije, am Weg zur Zagrad. Man glaubt die Kirche stammt aus dem 18. Jh. Sie hat einen Altar aus dem 18. Jh., bebaute Grundlagen mit Marmorintarsien belegen, sowie einen wertlosen Krummsäbel aus dem 19. Jh. und ein Bild von Gottesmutter mit kleinem Jesus aus dem 18. Jh. Der Pastoraldienst habe die Priester aus Kroatischem Küstenland ausgeübt, wovon zeugen die Register und zwei Grabmale an der Vorderseite der Kirche.

Im 1992. wurde die kleine Kirche renoviert, aber nur von der Außenseite.
Die Kirche des Hl. Georg am Kirchhof ist im 1590. den Grafen aus dem Kastell Kozljak zuliebe gebaut worden, um Leibeigenen zu dienen. Am Vorderseitewand ist eine Grabplatte mit glagolitischen Inschriften eingebaut worden.
Die Kirche ist heute dank der Hilfe von Einwohner und Emigranten völlig renoviert.

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